Veranstaltungshinweis: Adornos Briefwechsel mit Peter Suhrkamp und Siegfried Unseld am 16. Januar 2020

Unseren diesjährigen Veranstaltungsreigen beginnen wir mit dem zweiten Kapitel der Serie zu Hundert Jahre Soziologie in Frankfurt / 50. Todestag von Theodor W. Adorno: »So müßte ich ein Engel und kein Autor sein« Adornos Briefwechsel mit Peter Suhrkamp und Siegfried Unseld Nichts deutet bei Adornos Rückkehr aus dem Exil 1949 auf ein Gelingen des Versuchs…

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Die Rektoratsrede Ernst Kriecks 1933: „Die Erneuerung der Universität“

Am 23. Mai 1933 hielt der Pädagoge und Hochschullehrer Ernst Krieck (1882 – 1947) seine Einstandsrede als Rektor der Goethe-Universität im Frankfurter Opernhaus. Nach der Machtergreifung durch das Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933 signalisierte der bezeichnende Titel seiner Rede „Die Erneuerung der Universität“ die Richtung, die der bekennende Nationalsozialist mit der Universität einschlagen wollte.

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Projekt Matrikel (Teil 2): Studierende der Universität Frankfurt während des Ersten Weltkriegs

Mit ihrer Eröffnung im Oktober 1914 übernahm die Frankfurter Stiftungsuniversität auch die Studierenden der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften. Die neue Hochschule bestand aus fünf Fakultäten: der Rechtswissenschaftlichen, der Medizinischen und der Philosophischen, der Naturwissenschaftlichen sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

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Gefallene Studenten: Die Ambivalenz kollektiven Gedenkens

Zum Andenken an die gefallenen Universitätsangehörigen plante die Universität bereits während des Ersten Weltkrieges eine „Ehrentafel“ zu errichten. Mit der Aufstellung zweier Gedenktafeln in der Adickeshalle des Jügelhauses sollte sie im Jahr 1925 wie viele andere Institutionen in Deutschland einen Ort schaffen, der an ihre gefallenen Mitglieder gemeinsam erinnerte. Das kollektive Gedenken spiegelte jedoch ebenso die politischen Konflikte wider, die nach der Kriegsniederlage und dem Untergang der Monarchie in der Weimarer Republik ausgefochten wurden. Öffentliche Erinnerung an Gefallene in dieser Zeit diente daher auch dazu, das gegenwärtige und künftige Kollektiv zu bestimmen, was die individuellen Schicksale der Verstorbenen zusätzlich überlagerte.

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Ὁ μὴ δαρεὶς ἄνθρωπος οὐ παιδεύεται

Am 28sten August 1749, Mittags mit dem Glockenschlage zwölf, kam ich in Frankfurt am Main auf die Welt. Die Konstellation war glücklich: die Sonne stand im Zeichen der Jungfrau und kulminierte für den Tag; Jupiter und Venus blickten sie freundlich an, Merkur nicht widerwärtig, Saturn und Mars verhielten sich gleichgültig; nur der Mond, der soeben voll ward, übte die Kraft seines Gegenscheins um so mehr, als zugleich seine Planetenstunde eingetreten war. Er widersetzte sich daher meiner Geburt, die nicht eher erfolgen konnte, als bis diese Stunde vorübergegangen.

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1. August 1914

Die im Oktober 1914 feierlich eröffnete Frankfurter Universität war die erste Stiftungsuniversität Deutschlands und somit vom Staat finanziell unabhängig. Das Telegramm von Kaiser Wilhelm II. dokumentiert kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht bloß Glückwünsche des preußischen Königs, sondern benennt auch die essenziellen Bestandteile der Universität Frankfurt, die diese Einrichtung noch heute prägen: Bürger, Professoren und Studenten.

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